Unsere neue Webseite ist online.
Ab sofort können Sie sich auf unserer Webseite über die Fortschritte unserer Anlagen und Beteiligungen informieren. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen auch per E-Mail zur Verfügung.

Aktuelles rund um die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland:
Energieautarkie im Eigenheim – Bürgerenergiegenossenschaft Bauland informiert in Adelsheim
Adelsheim, 13. Juli 2026 – Trotz sommerlicher Temperaturen war der Sitzungssaal des Adelsheimer Rathauses am Montag Abend gut gefüllt: Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland zu einer Informationsveranstaltung zum Thema "Energieautarkie im Eigenheim". Im Mittelpunkt standen praktische Lösungen, wie Haushalte durch Photovoltaik, Speichertechnologien, eMobilität und intelligente Stromtarife ihren Eigenverbrauch optimieren und Energiekosten senken können.
Praxisnahe Einblicke: Vom Altbau bis zum Neubau

Die beiden Referenten Mirko Hufnagel und Ralph Gaukel präsentierten anschaulich, wie sie in ihren eigenen Häusern durch kluge Kombination von Technologien und Monitoring-Systemen einen hohen Grad an Energieautarkie erreicht haben. Ihre Beispiele deckten dabei eine breite Palette ab: von der kleinen Wohnung über ein Siedlungshaus aus den 1960er-Jahren bis hin zu einem Neubau, der von Anfang an auf moderne Energienutzung ausgelegt wurde.
Mirko Hufnagel berichte, dass er mit einer jährlichen Stromerzeugung von 22.000 kWh und einem Eigenverbrauch von 14.500 kWh mehr Strom erzeugt als er nutzt. Der hohe Stromverbrauch rührt nicht zuletzt daher, dass seine Familie schon seit Jahren rein elektrisch fährt. Und diese werden über die Sommermonate größtenteils mit dem Strom vom eignen Dach geladen – für die monatlichen 3.000 Kilometer Fahrleistung musste er im Sommer durchschnittlich nur circa 5 Euro Netzstrom zuschießen. Hufnagel betonte: "Das Thema ‚Mein Dach ist nicht ideal ausgerichtet‘ gibt es heute nicht mehr. Moderne Photovoltaik-Anlagen machen fast jede Dachfläche nutzbar." Ein besonderes Augenmerk legte er auf dynamische Stromtarife, die alle 15 Minuten ihren Preis ändern – je nach Angebot und Nachfrage an der Strombörse Leipzig. Durch automatisierte Steuerung liegt sein Stromtarif im Schnitt bei 22 Cent pro kWh, obwohl der Durchschnittspreis seines Anbieters bei 30 Cent lag. "Bei viel Sonne oder Wind kann der Strompreis sogar negativ werden – dann wird man für den Verbrauch bezahlt!", erklärte Hufnagel. Voraussetzung für die Nutzung dynamischer Tarife ist ein Smart Meter, der den Stromverbrauch in Echtzeit misst und steuert.
Altbau optimiert: Schritt für Schritt zur Autarkie
Ralph Gaukel zeigte am Beispiel seines Doppelhauses (Baujahr 1958), wie man auch in älteren Gebäuden durch schrittweise Modernisierung den Eigenverbrauch steigern kann. Nach einer Sanierung in den 1990er-Jahren (u.a. mit 7 cm Außendämmung) installierte er 2020 eine 12-kWp-Photovoltaikanlage (auf verschiedenen Dächern) und eine Wallbox. Sein eGolf, mit dem er bereits über 100.000 Kilometer gefahren ist, dient dabei als mobiler Speicher – der Fahrakku haben noch 95 % ihrer ursprünglichen Leistung.
Statt eines Batteriespeichers im Haus setzt Gaukel vorläufig auf einen 850-Liter-Pufferspeicher und einen Durchlauferhitzer. "Bei uns gab es noch nie Engpässe mit warmem Wasser – selbst bei fünf Personen", so Gaukel. Seine Bilanz für den Zeitraum Dezember 2025 bis Juli 2026: 7.000 kWh Stromerzeugung, davon 3.800 kWh Eigenverbrauch, 3.200 kWh Einspeisung und 4.800 kWh Netzbezug bei einem Gesamtverbrauch von 8.600 kWh.
Balkonkraftwerke: Einfach, günstig, effektiv
Großes Interesse weckte das Thema Balkonkraftwerke. Hufnagel berichtete, dass er seinen Eltern vor drei Jahren ein solches System für 300 Euro geschenkt habe – im ersten Jahr habe es bereits 720 Euro Ertrag eingebracht. Die Installation sei unkompliziert und könne von jedem handwerklich begabten Laien vorgenommen werden. Pro Balkonkraftwerk dürfen 800 Watt angemeldet werden, mehrere Anlagen sind möglich. "Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Balkonkraftwerken mit Speicher auf dem Markt, die in der Installation ganz einfach sind. Sie nennen sich Plug-and-Play-Speicher und erfordern keinerlei Arbeiten im Sicherungskasten oder den Einsatz eines Elektrikers.", so Hufnagel.
Fragen aus dem Publikum: Von Speichersicherheit bis Klimaanlagen
Die lebhafte Diskussion zeigte das große Interesse der Zuhörer:
Sicherheit von Speichern: Hufnagel entkräftete Bedenken: "Hausspeicher sind viel sicherer als Fahrrad- oder Autoakkus – die Energiedichte ist deutlich geringer."
Klimaanlage vs. Wärmepumpe: Gaukel erklärte, dass moderne Wärmepumpen zwar Klimaanlagen ersetzen können, aber separate Geräte derzeit noch die bessere Wahl seien – besonders im Altbau, wo Klimaanlagen als Heizung eine kostengünstige Alternative darstellen.
Lebensdauer von Wärmepumpen: Gaukel verwies auf Skandinavien, wo Wärmepumpen seit über 20 Jahren zuverlässig laufen – auch unter extremen Bedingungen.
Speichergröße: Als Faustregel für die Dimensionierung des Hausakkus gilt: Die Speicherkapazität (in kWh) sollte etwa 1 kWh pro 1.000 kWh jährlichem Stromverbrauch betragen. Bei einem Jahresstromverbrauch von beispielsweise 4.500 kWh ist ein Speicher von ca. 4,5 kWh sinnvoll.
Zählertausch: Beide Referenten berichteten von langen Wartezeiten beim Austausch des Stromzählers zu einem intelligenten Zählers (SmartMeter)– ein bekanntes Hindernis für die Energiewende vor Ort.
Fazit: Energieunabhängigkeit ist machbar – und lohnt sich
Abschließend betonte Gaukel die volkswirtschaftliche Dimension: "Jedes Jahr transferieren wir 80 Milliarden Euro für fossile Energien ins Ausland. Dieses Geld können wir auch hier vor Ort investieren – und uns unabhängiger von globalen Machtgefügen machen und dabei die heimische Wirtschaft stärken." Die Veranstaltung zeigte: Mit der richtigen Kombination aus Technologie, Monitoring und ein wenig technischem Geschick ist der Weg zur Energieautarkie im Eigenheim nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv.
Bürgerenergiegenossenschaft Bauland schreibt schwarze Zahlen – Erste Dividende für 2026 in Sicht
Generalversammlung der BEG Bauland blickt optimistisch in die Zukunft
Oberwittstadt. Trotz tropischer Temperaturen und einer parallel laufenden Fußball-Weltmeisterschaft konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Ralph Matousek rund 30 Mitglieder zur Generalversammlung der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland eG (BEG Bauland) im Dorfgemeinschaftshaus in Oberwittstadt begrüßen. Im Mittelpunkt der Versammlung stand eine Entwicklung, auf die die Genossenschaft seit ihrer Gründung hingearbeitet hat: Nach einem positiven Geschäftsjahr 2025 sind sämtliche Verlustvorträge vollständig ausgeglichen. Damit ist der Weg frei, bei einem erneut positiven Jahresabschluss 2026 erstmals eine Dividende an die Mitglieder auszuschütten.
Zu Beginn der Versammlung stellte Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Matousek die Beschlussfähigkeit fest und ging auf die aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen ein. Mit Blick auf die derzeit in Berlin diskutierte Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mahnte er: „Die geplante EEG-Reform droht die Investitionssicherheit für Bürgerenergiegenossenschaften zu schwächen und damit den Ausbau der regionalen Energiewende auszubremsen.“ Gerade Bürgerenergiegenossenschaften seien ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Energiewende von den Menschen vor Ort getragen und finanziert werden könne. Umso wichtiger seien verlässliche politische Rahmenbedingungen, die langfristige Investitionen ermöglichen.
Vorstand Wolfram Bernhardt berichtete anschließend über die Entwicklung der Genossenschaft im Geschäftsjahr 2025. Neben den bestehenden Beteiligungen an den Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Roigheim und Sindolsheim beteiligte sich die BEG Bauland im vergangenen Jahr auch an der Freiflächen-Photovoltaikanlage in Billigheim. Zudem konnte die Dach-Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrgerätehaus in Roigheim erfolgreich in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte – sowohl im Bereich der Freiflächen- als auch der Dach-Photovoltaik – in der Planung beziehungsweise in der wirtschaftlichen und technischen Prüfung.
Zur weiteren Professionalisierung der Genossenschaft wurde gemeinsam mit der ZEAG ein quartalsweises Reporting für sämtliche Beteiligungen eingeführt. Darüber hinaus stellte Bernhardt den neuen Bürgerstromtarif „Natürlich.BÜRGERENERGIE“ vor, der gemeinsam mit der ZEAG entwickelt wurde. Bürgerinnen und Bürger in den Mitgliedskommunen können damit regional erzeugten Ökostrom beziehen und gleichzeitig die Projekte der Bürgerenergiegenossenschaft unterstützen.
Den finanziellen Höhepunkt der Versammlung präsentierte Vorständin Silke Mai. Der Jahresabschluss 2025 weist einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 7.094 Euro aus. Gleichzeitig wuchs die Bilanzsumme der Genossenschaft bis Ende 2025 auf rund 950.000 Euro an. Die BEG Bauland verfügt inzwischen über fünf eigene Dach-Photovoltaikanlagen sowie Beteiligungen an drei Freiflächenanlagen in Sindolsheim, Roigheim und Billigheim.
Besonders erfreulich: Der erwirtschaftete Gewinn wurde mit den Verlustvorträgen aus den Aufbaujahren verrechnet. Diese sind nun vollständig abgebaut. Damit hat die Genossenschaft einen wichtigen Meilenstein erreicht. Sollte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen, kann für das Geschäftsjahr 2026 erstmals eine Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet werden.
Im Anschluss stellte Ralph Matousek die Ergebnisse der vereinfachten Prüfung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes vor. Die Prüfung der Jahresabschlüsse 2023 und 2024 sowie der Buchführung ergab keine Beanstandungen. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Satzung keine Nachschusspflicht vorsieht und keine Mitgliederdarlehen bestehen.
Die Generalversammlung stellte den Jahresabschluss 2025 fest, beschloss die Verwendung des Jahresergebnisses und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat jeweils einstimmig bei eigener Enthaltung. Die Entlastung leitete Jochen Trabold, Vorstand der Volksbank Kirnau-Krautheim, der allen ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz dankte.
Turnusgemäß standen außerdem Wahlen zum Aufsichtsrat an. Ralph Gaukel (Adelsheim), Michael Grimm (Roigheim) und Alexander Nies (Roigheim) kandidierten erneut und wurden jeweils einstimmig bei eigener Enthaltung in ihren Ämtern bestätigt.

vlnr: Ralph Matousek, Ralph Gaukel, Wolfram Bernhardt, Michael Grimm, Alexander Nies, Silke Mai
Zum Abschluss der Versammlung zog Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Matousek ein positives Fazit. Mit dem erstmaligen Erreichen nachhaltiger Gewinne habe die Bürgerenergiegenossenschaft einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung geschafft. Gleichzeitig bleibe die weitere Entwicklung stark von den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Dennoch blicke man optimistisch auf die kommenden Jahre und die weitere Umsetzung regionaler Projekte der Energiewende.
Wer sich ebenfalls an der Energiewende in der Region beteiligen möchte, kann weiterhin Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland werden und Geschäftsanteile zeichnen. Informationen zur Mitgliedschaft und zu den aktuellen Projekten gibt es auf der Homepage der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland: https://www.beg-bauland.de/
Einladung zur Generalversammlungversammlung am Montag 29.06.2026
im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat der BürgerEnergiegenossenschaft Bauland eG lade ich Sie zur Generalversammlung am
Montag 29.06.2026 um 19:00 Uhr,Oberer Saal Dorfgemeinschaftshaus Oberwittstadt, Uhlandstraße 19, 74744 Ravenstein
Die Tagesordnung ist beigefügt. Anträge zu Ergänzungen bzw. Änderungen der Tagesordnung sind bis eine Woche vor der Generalversammlung zu stellen.
In der Generalversammlung werden wir Sie über den Geschäftsbetrieb, sowie über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2025 informieren.
Wir freuen uns Sie bei unserer 5. Generalversammlung begrüßen zu dürfen.
Ralph Matousek
-Aufsichtsratsvorsitzender-
Hier gehts zum Protokoll der Generalversammlung vom 04.06.2025:
Generalversammlung_Protokoll_04062025_RG.pdf

Einladung zur 4. Generalversammlung der BürgerEnergiegenossenschaft Bauland eG
Liebe Mitglieder,
im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat der BürgerEnergiegenossenschaft Bauland eG lade ich Sie zur Generalversammlung am
Mittwoch 04.06.2025 um 19:00 Uhr
Authenrieth-Halle, Gartenstraße 2, 74255 Roigheim
Die Tagesordnung ist beigefügt. Anträge zu Ergänzungen bzw. Änderungen der Tagesordnung sind bis eine Woche vor der Generalversammlung zu stellen.
In der Generalversammlung werden wir Sie über den Geschäftsbetrieb, sowie über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2024 informieren. Unter Anderem wird in der Versammlung eine Abstimmung über die Satzungsänderung zur Aufnahme der Gemeinde Billigheim in die BEG Bauland eG erfolgen.
Wir freuen uns Sie bei unserer 4. Generalversammlung begrüßen zu dürfen.
Für die Vorstandsschaft der BEG-Bauland
Silke Mai
Tagesordnung zur Generalversammlung
Mittwoch 04.06.2025 um 19:00 Uhr
Authenrieth-Halle, Gartenstraße 2, 74255 Roigheim
Bürgerenergiegenossenschaft Bauland und Energieagentur NOK informierten im Michaelsheim Billigheim Photovoltaik & Sanierung: So profitieren Bürger von der Energiewende
Am 17. März 2025 fand im Michaelsheim in Billigheim eine gut besuchte Informationsveranstaltung zu zwei hochaktuellen Themen statt: die finanzielle Beteiligung an der Freiflächen-Photovoltaikanlage in Billigheim-Waldmühlbach sowie Fördermöglichkeiten im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bei Sanierungsmaßnahmen.

Bürgermeister Martin Diblik eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung, bevor Wolfram Bernhardt die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland (BEG Bauland) vorstellte. Ziel der Genossenschaft ist es, die Akzeptanz und Identifikation der Bevölkerung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zu erhöhen, indem sie finanzielle Teilhabe an Photovoltaik- und Windprojekten ermöglicht. So bietet die BEG Bauland für die Bürgerinnen und Bürger aus Billigheim die Möglichkeit, sich bereits ab 300 Euro an der Freiflächen-Photovoltaikanlage in Billigheim-Waldmühlbach (12,304MWp) beteiligen und so an den Erträgen profitieren zu können. Die maximale Beteiligung pro Person beträgt 100 Anteile. Ferner erläuterte Bernhardt, dass man sich bewusst für die Rechtsform einer Genossenschaft entscheiden hat, da Genossenschaften generell als demokratische Gesellschaftsform angesehen werden: Ein Mitglied, eine Stimme: Alle Entscheidungen werden basisdemokratisch getroffen, unabhängig von der Höhe der Einlage. Förderung des Gemeinschaftsgedankens: Nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Wohl der Mitglieder steht im Mittelpunkt. Haftungsbegrenzung: Die Haftung beschränkt sich im Regelfall auf das Vermögen der Genossenschaft.
Neben diesen grundsätzlichen Gedanken zu einer Genossenschaft erläuterte Bernhardt dass die BEG Bauland ehrenamtlich geführt wird. Der Aufsichtsrat setzt sich aus jeweils zwei Vertretern jeder Gemeinde zusammen – darunter die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden sowie jeweils ein Mitglied des Gemeinderats. Der Vorstand besteht aus Wolfram Bernhardt, Bürgermeister der Stadt Adelsheim, und Silke Mai, die in Rosenberg als Kassenverwalterin tätig ist. Die BEG Bauland hat bereits über 600.000 Euro an Mitgliedseinlagen gesammelt und eine beeindruckende Anzahl an Projekten realisiert, darunter mehrere Dach-Photovoltaikanlagen in Rosenberg, Merchingen, Adelsheim und Roigheim mit einer installierten Leistung von insgesamt 381 kWp. Außerdem bietet die BEG Bauland die Möglichkeit, sich an Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Region mit insgesamt ca. 31 MWp zu beteiligen.
Die am Abend ausgelegten Mitglieds- und Beteiligungsanträge sind auch im Rathaus Billigheim zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich sowie unter www.beg-bauland.de abrufbar. Die jährliche Generalversammlung findet üblicherweise im Septemberwechselnd in einer der Mitgliedsgemeinden statt.

Im Anschluss illustrierte Dipl.-Ing. Uwe Ristl von der Energieagentur Neckar-Odenwald die Grundzüge des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). In seinem Vortrag erläuterte er die wesentlichen Regelungen des Gesetzes und bewertete die aktuellen Verhandlungen der Regierungsparteien mit Hinblick auf das GEG. Die Energieagentur ist ein Service des Neckar-Odenwald-Kreises und bietet objektive, neutrale sowie produkt- und firmenunabhängige Beratung in grundlegenden Energiefragen an. Interessierte vereinbarten im Anschluss direkt einen individuellen Beratungstermin mit Herrn Ristl. Diese Möglichkeit besteht auch unter Tel. 06281 906-880 oder per E-Mail

BürgerEnergiegenossenschaft Bauland beteiligt sich an PV-Freiflächenanlage in Billigheim-Waldmühlbach
Billigheim/Rosenberg, 6. Februar 2025 – Die BürgerEnergiegenossenschaft (BEG) Bauland e.G. ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern die finanzielle Beteiligung an der PV-Freiflächenanlage in Billigheim-Waldmühlbach. Die Voraussetzung hierfür erfolgte durch die notarielle Unterzeichnung der Beteiligung der BEG Bauland an der Betreibergesellschaft, welche am Mittwoch durch die BEG-Vorstände Silke Mai und Wolfram Bernhardt sowie der Geschäftsführer der ZEAG, Franc Schütz, und der ZEAG erneuerbare Energien GmbH, Harald Endress und Alexander Bürkle, stattfand.
Die von der ZEAG errichtete Photovoltaik-Freiflächenanlage wurde am 18. Oktober 2024 in Betrieb genommen und erzeugt mit 22.680 PV-Modulen jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden grünen Strom. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 4.300 Haushalten. Die Gemeinde Billigheim hatte von Beginn an zur Auflage gemacht, dass sich Bürgerinnen und Bürger an der Anlage beteiligen können – ein Ziel, das nun durch die BEG Bauland realisiert wird.

Das Erfolgsprojekt basiert auf der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Billigheim und der ZEAG. Bereits im Juni 2021 unterzeichneten Bürgermeister Martin Diblik und ZEAG-Vorstand Franc Schütz den Gründungsvertrag für die Neue Energie Billigheim GmbH & Co. KG (NEB), die als Betreibergesellschaft der PV-Anlage fungiert.
„Wir stehen für die nachhaltige und sichere Energie-Infrastruktur in der Region“, sagte ZEAG-Vorstand Franc Schütz. „Entscheidend dafür ist das Vertrauen und die Akzeptanz der Menschen. Es ist daher unser zentrales Anliegen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger vor Ort einzubinden und teilhaben zu lassen. Deswegen entstehen alle unsere Projekte zum Ausbau der Erneuerbaren Energien als Bürgerenergiegesellschaften. So machen wir gemeinsam die Energiewende möglich.“
Für die BEG Bauland ist dies bereits die dritte Beteiligung an einer großen PV-Freiflächenanlage. Neben Billigheim-Waldmühlbach ist sie bereits an den Anlagen in Sindolsheim (Rosenberg) und Roigheim beteiligt. Darüber hinaus betreibt die BEG Bauland vier eigene Dach-PV-Anlagen: auf der Grundschule in Rosenberg, auf der Eckenberghalle in Adelsheim, auf dem Dach einer privaten Scheune in Ravenstein und auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Roigheim.
Über die BEG Bauland können sich Privatpersonen, Vereine und Gewerbetreibende ab einem Mindestbetrag von 300 Euro an den PV-Projekten im Bauland beteiligen und so von deren Erträgen profitieren. Für alle Interessierten findet hierzu am 17. März 2025 eine Informationsveranstaltung in Billigheim statt.
Die Betreibergesellschaft NEB hat ihren Sitz in Billigheim und entrichtet ihre Gewerbesteuer sowie das Flächennutzungsentgelt für das knapp 13 Hektar große Anlagengelände an die Kommune. Damit trägt das Projekt nicht nur zur Energiewende, sondern auch zur wirtschaftlichen Stärkung der Gemeinde bei.
sitzend v.l.n.r.: Franc Schütz (Vorstand ZEAG AG), Silke Mai und Wolfram Bernhardt (beide Vorstand BEG Bauland)
stehend v.l.n.r: Alexander Bürkle und Harald Endreß (beide Geschäftsführer ZEAG erneuerbare Energien GmbH)
Bürgerenergiegenossenschaft Bauland nimmt Dach-PV-Anlage auf Feuerwehrgerätehaus in Roigheim in Betrieb
99 kWp Solarenergie für eine nachhaltige Zukunft
Roigheim – Die Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) Bauland freut sich über die Inbetriebnahme ihrer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Roigheim. Mit einer Spitzenleistung von 99 kWp und 225 hochwertigen Solarmodulen der Marke Axitec setzt die Anlage ein starkes Zeichen für die Energiewende vor Ort. Die Installation der PV-Anlage wurde von der EKS Solartechnik GmbH aus Gerichstetten durchgeführt. Die Anlage kostete rund 95.000 Euro und passt hervorragend zur Strategie der BEG Bauland: Zum einen ermöglich die BEG die Bürgerbeteiligung bei großen Freiflächen-PV-Projekten in der Region und zum anderen installiert die BEG selber PV-Anlagen auf den Dächern der öffentlichen Gebäude ihrer Mitgliedsgemeinden.
Gemeinsam für die Energiewende
Die feierliche Einweihung fand in Anwesenheit des Bürgermeisters von Roigheim Michael Grimm, Ralph Matousek (Aufsichtsratsvorsitzender der BEG Bauland), Wolfram Bernhart (Vorstand der BEG Bauland) sowie Harald Schmieg (Geschäftsführer der EKS Solartechnik GmbH) statt. „Die PV-Anlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses ist ein wichtiger Schritt für unsere Gemeinde Roigheim und ein Vorbildprojekt für den Ausbau erneuerbarer Energien im Bauland. Wir zeigen hier, wie Bürgerbeteiligung und nachhaltige Energieerzeugung Hand in Hand gehen können“, betonte Bürgermeister Michael Grimm bei der Einweihung. Auch Ralph Matousek, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft, zeigte sich begeistert: „Unsere Genossenschaft beweist einmal mehr, dass die Energiewende von unten funktionieren kann. Dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen.“
Über die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland
Die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland setzt sich für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region ein. Mit inzwischen zahlreichen Projekten unterstützt sie die lokale Energiewende und bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu beteiligen. Eine Beteiligung bei der Genossenschaft ist ab 300 Euro möglich. Informationen finden sich auf der Homepage unter beg-bauland.de

Auf dem Foto v.l.n.r: Ralph Matousek, Michael Grimm, Harald Schmieg, Wolfram Bernhardt
Pressebericht zur 3. Generalversammlung der BürgerEnergiegenossenschaft Bauland eG
Am Mittwoch, dem 11. September 2024, fand im Marc-Aurel-Saal des Römermuseums Osterburken die Mitgliederversammlung der Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) Bauland statt. Rund 40 Mitglieder nahmen teil und verfolgten die Berichte zum Geschäftsjahr 2023. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Ralph Matousek, eröffnete die dritte Mitgliederversammlung der noch jungen BEG mit den Worten: „Die BEG wurde gegründet, um den Bürgerinnen und Bürgern eine Teilhabe an der Energiewende zu ermöglichen. Dieses Ziel haben wir erreicht, und mittlerweile sind wir aus der Gründungsphase herausgewachsen.“ Im Anschluss übergab er das Wort an den Vorstand.
Vorstandsmitglied Wolfram Bernhardt informierte über die bestehenden Anlagen der Genossenschaft. Neben der Photovoltaikanlage (PV) auf dem Dach der Grundschule Rosenberg, die seit der Gründung der BEG im Besitz der Genossenschaft ist, wurden im Jahr 2023 zwei weitere Anlagen in Betrieb genommen: eine auf dem Dach der neuen Eckenberghalle in Adelsheim mit einer Leistung von 137 kWp und eine auf einem privaten Scheunendach in Ravenstein mit 100 kWp. Zudem beteiligte sich die BEG mit 200.000 Euro an einer Freiflächenphotovoltaikanlage in Sindolsheim.

Bernhardt gab auch einen Ausblick auf die geplanten Projekte für 2024. So soll eine PV-Anlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Roigheim errichtet werden, und die BEG beteiligt sich mit 100.000 Euro an einer weiteren Freiflächenanlage im Gewann „Ebene/Schafberg“. Diese Anlage ist ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Landesschafzuchtverband und einem örtlichen Schafzüchter. Die Flächen unter den insgesamt 16.000 PV-Modulen sollen von Merinoschafen beweidet werden. Neben der ökologischen Weidepflege entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Landesschafzuchtverband, dem Schäfer Martin Ernst und der ZEAG ein Leitfaden für zukünftige ähnliche Projekte. Diese Pilotanlage wird auch im neuen Imagefilm der BEG vorgestellt, der auf der Website der Genossenschaft zu sehen ist.
Anschließend präsentierte Vorständin Silke Mai den Jahresabschluss für 2023. Die Bilanzsumme stieg von rund 135.000 Euro Ende 2022 auf etwa 554.000 Euro Ende 2023 – ein Plus, das in die von Bernhardt vorgestellten Anlagen investiert wurde. Da diese jedoch erst gegen Ende 2023 in Betrieb gingen, konnte im vergangenen Jahr noch kein Gewinn ausgewiesen werden. Eine Prognose für 2024 zeigt jedoch, dass erstmals mit einem positiven Ergebnis zu rechnen ist.
Nach der Präsentation wurde der Vorstand sowie der Aufsichtsrat entlastet. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Wahlen des Aufsichtsrats, da gemäß Satzung die Mitglieder nur für drei Jahre gewählt sind. Ein Großteil der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiedergewählt. Aufgrund anderer Verpflichtungen standen Frieder Blum aus Adelsheim und Veronika Köpfle jedoch nicht für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Als neue Mitglieder wurden Meta Götz aus Adelsheim und Thomas Zemmel gewählt, beide jeweils erste stellvertretende Bürgermeister ihrer Städte. Bernhardt dankte den ausscheidenden Mitgliedern und begrüßte die neuen Aufsichtsräte.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Ralph Matousek bei den Anwesenden und wies darauf hin, dass sich zahlreiche weitere Projekte in Planung befinden, bei denen eine Beteiligung möglich ist. Bislang sei es gelungen, alle Vorhaben aus Eigenmitteln zu finanzieren, ohne auf Kredite zurückzugreifen. In diesem Sinne freue man sich auf weitere Mitglieder, die die Genossenschaft unterstützen möchten.
Bürgerenergiegenossenschaft Bauland eG (BEG)
Informationsveranstaltung zum Gebäudeenergiegesetz 2024 und Wärmepumpen im Bestand ein voller Erfolg
April 2024 –Im Marc-Aurel-Saal in Osterburken fand im April eine äußerst informative Veranstaltung zum Thema "GEG 2024 Wärmepumpen im Bestand – Was tun?" statt. Organisiert von der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland, bot die Veranstaltung einen tiefen Einblick in die Grundzüge des neuen Gesetzes und beleuchtete insbesondere die Bedeutung von Wärmepumpen im Bestand.



Herr Ristl von der Energieagentur des Neckar-Odenwald-Kreises erläuterte in einem überaus aufschlussreichen zweistündigen Vortrag die Kernpunkte des Gebäudeenergiegesetzes. Dabei ging er speziell auf Wärmepumpen im Bestand und Förderungen für energetische Sanierungen und Heizungserneuerungen ein. Beide Themen stießen bei den rund fünfzig anwesenden Personen auf großes Interesse. Im Anschluss bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen und einen Beratungstermin bei der Energieagentur (EAN) des Neckar-Odenwald-Kreises zu vereinbaren. Die EAN wird vom Landkreis getragen und fungiert als wichtige Informationsdrehscheibe für Themen wie Energieeffizienz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Fördermittel. Insofern ist auch Herr Ristl als neutraler und unabhängiger Berater unterwegs, der produktunabhängig und lösungsorientiert beraten kann.
Die Veranstaltung wurde von der Bürgerenergiegenossenschaft Bauland organisiert, deren Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Matousek, die Genossenschaft den Gästen vorstellte. Die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland setzt sich aktiv für eine nachhaltige Energieversorgung in der Region ein und bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit sich an diversen erneuerbaren Energieprojekten finanziell zu beteiligen.
Insgesamt war die Informationsveranstaltung ein großer Erfolg und bot den Teilnehmern wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten im Bereich der Gebäudeenergieeffizienz. Zukünftig plant die Bürgerenergiegenossenschaft Bauland weitere ähnliche Veranstaltungen, um das Bewusstsein für energieeffiziente Lösungen in der Region weiter zu stärken. Zum Abschluss, dankte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Ralph Gaukel, Herrn Ristl, für den fundierten Vortrag. Anschließend gab es die Gelegenheit, bei einem kleinen Umtrunk, noch weitere Fragen zu den Themen zu stellen.
Unsere neue Webseite ist online.
Ab sofort können Sie sich auf unserer Webseite über die Fortschritte unserer Anlagen und Beteiligungen informieren. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen auch per E-Mail zur Verfügung.